Versuch einer Chronik

1970: Aber nicht nur die erste Mannschaft feierte in der Saison 69/70 den Aufstieg. Auch die 2., 3. und 4. Mannschaft konnten jubeln und in der folgenden Saison eine Klasse höher spielen.
Bei der Meisterschaftsfeier am 30. April 1970 philosophierte Walter Grimm in seiner Ansprache über den Leistungswillen und das Zusammengehörigkeitsgefühl der damals Aktiven. Er formulierte den denkwürdigen Satz: ,,Gemeinschaftsgeist äußert sich durch das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit einer Gruppe und das hieraus entspringende Verständnis, auf das Wohl dieser Gruppe Rücksicht zu nehmen und wenn es sein muss, Opfer zu bringen.“ Schade, dass dieses Ansinnen in fast völlige Vergessenheit geraten ist.
Mitte 1970 übernahm der heutige Abteilungsleiter Wolfgang Feuerbach (damals noch PFI-Student) nach Karl Gärtner das Training der 1. Mannschaft. Unsere Damenmannschaft, betreut von Friedel Eckel und trainiert von Hans-Peter Mark, konnte im September die B-Klassen-Meisterschaft vermelden.

1971: Die 1. Mannschaft wurde im Januar 1971 wieder von Fritz Emig übernommen (er war auch schon Trainer von 67-69, musste aber wegen Krankheit ein Jahr pausieren). ,,Unser“ Fritz war auch als Aktiver erfolgreich: Nach dem Krieg errang er mit dem SV 98 die Hessenmeisterschaft. In diesem Jahr (2004) haben wir Fritz Emig zum achtzigsten Geburtstag gratuliert.
Schon im Februar 1971 konnte die Bessunger Turnerzeitung melden: ,,Die Handballer in der Verbandsklasse!“ In drei Jahren gelangen vier Meisterschaften, wenn man die 1968 errungene Meisterschaft auf dem Großfeld mitrechnet.


Bild: Der Meistermannschaft 1971 gehörten u. a. an: Axel Emig, Harald Rose, Wolfgang Feuerbach, Wolfgang Kaune, Dieter Reinstädtler, Harald Pönisch, Gerhard Pleyer, Hans Meuser, Helmut Schäfer, Wilfried Gimbel und Charly Landzettel (Spielführer).

Erst 54-jährig verstirbt der erste Abteilungsleiter der Nachkriegszeit, Heinrich Kindinger.
Ab 1971 ging es auch bei der Handballjugend kontinuierlich aufwärts. Helmut Hubert, im Februar zum neuen Jugendwart gewählt, brachte neuen Schwung in die stagnierende Jugendarbeit. H. Hubert war zum damaligen Zeitpunkt ein Glücksfall für die Abteilung. Ein feierlicher Saison-Abschluss rundet das erfolgreiche Jahr ab.


Bild links: Abteilungsleiter Walter Grimm überreicht Ernst Klier ein Geschenk für seine Verdienste um die Abteilung. - Bild Mitte: Ernst-Wolfgang Kreutz, Karl-Heinz Falter, Reinhard Klöß und ,,Schorsch“ Dilling erhalten die Ehrennadel für ihre Tätigkeit als Schiedsrichter. - Bild rechts: Spielführer Charly Landzettel und seine Kameraden bedanken sich bei ihrem Trainer Fritz Emig.

1972: Bei den Olympischen Spielen 1972 in München sind zwei Mitglieder der Handball-Abteilung aktiv dabei. Es handelte sich hierbei zwar nicht um Aktive, die um Medaillen kämpfen, aber um solche, die maßgeblich an der Organisation der Spiel beteiligt waren: Helmut Meyer als Stadion-Direktor und Karl Weidmann als Zeitnehmer und Sekretär des Deutschen Handballbundes. 


Bild: Der Aufstieg in die hessische Oberliga 1972

Im Olympiajahr waren die Handballer ein weiteres Mal erfolgreich. Sie konnten den bis dahin größten Erfolg der TGB-Handballabteilung feiern, den Aufstieg in die hessische Oberliga. Ein denkwürdiges Entscheidungsspiel um die Südhessen-Meisterschaft gegen Crumstadt entschieden die Bessunger für sich. 15 : 13 lautete das Ergebnis des Spiels, das ca. 700 begeisterte Zuschauer in Langen sahen. Man stieg zusammen mit dem Nordhessenmeister Großenritte in die Oberliga auf.

1974: Die Damen, mit ihrem Trainer Helmut Karb, werden A-Klassenmeister und steigen in die Bezirksklasse auf; die anfangs ungeliebte ,,Äppelwoimannschaft“ mischt die B-Klasse auf, gewinnt gegen einige 1. Mannschaften der Umgebung – und wird ebenfalls Meister. 
Wie angekündigt, beendet der erfolgreiche Trainer Fritz Emig nach seinem 50sten Geburtstag seine Laufbahn bei den Bessungern. Ossi Roth aus Leutershausen übernimmt die 1. Mannschaft.
Die Handballabteilung feiert von 31. August bis 7. September ihr 50-jähriges
Jubiläum.
Walter Grimm wird für die Kampagne 74/75 zum Faschingsprinz Darmstadts (Walter II.) gewählt.

1975: Die Handballdamen mit ihrem Trainer Norbert Kübler werden Kreismeister. Die TGB feiert ihr 110-jähriges Jubiläum mit einem Gala-Ball in der Bessunger Turnhalle.

1976: Die Handballer (besser: die Äppelwoimannschaft mit Verstärkung) erringen die Meisterschaft in der Feldhandball-Kreisklasse.

1977: Die Abteilung bewirtet zum ersten Mal bei der Bessunger Kerb die Gäste im Orangeriegarten (und das bis heute). Für die Saison 77/78 kehrt Fritz Emig an seine alte Wirkungsstätte zurück. Die A-Jugend spielt in der Oberliga. 


Bild: Größter Erfolg der Vereinsgeschichte – Aufstieg in die Regionalliga 1978.

1978: Die Bessunger feiern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach der Meisterschaft in der Oberliga steigen sie in die damals zweithöchste deutsche Klasse, die Regionalliga auf. Bereits am vorletzten Spieltag standen sie als Meister fest.

1979: Bei der Sportlerehrung der Stadt Darmstadt erhalten die Handballer eine Ehrung für die Erringung der Hessenmeisterschaft. Wolfgang Feuerbach übernimmt das Training der ersten Mannschaft. (cl)

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