Handball-Abteilung 2009/10

15.09.2009
Gedanken des Abteilungsleiters

Warum macht er das, warum "tut" er sich das noch einmal an, nachdem er schon so lange für den Verein "unterwegs" war, worin liegt seine Motivation. So oder so ähnlich waren einige der Fragen, die ich hier an dieser Stelle gerne, gewissermaßen auch als ersten Ausblick, beantworten möchte.


Es ist bekannt, dass es im Laufe des Frühjahrs 2009 klar war, dass der bisherige Vorstand so nicht mehr würde weiterarbeiten können. Es war auch klar, dass meinem Nachfolger/Vorgänger, Abteilungsleiter Wolfgang Haker, auf keinen Fall mehr die Doppelbelastung (Abteilungsleiter und stellvertr. Vorsitzender des Gesamtvereins) zuzumuten war.

Nun scheint es im Moment noch so zu sein, dass sich aus der Generation unter 50 Jahre derzeit niemand berufen fühlt, den Posten des Abteilungsleiters anzutreten. Einfach ausgedrückt: bei der 1. Jahreshauptversammlung in diesem Jahr standen wir ohne Abteilungsleiter da.

Das hatten wir schon einmal in den 80er Jahren. Auch da gab es in der Frage des Abteilungsleiters einmal ein Vakuum. Aber auch damals (auch sage ich deshalb, weil ich das auch dieses Mal erwarte) krempelten ein paar Kameraden die Ärmel hoch. Harald Rose übernahm kommissarisch die Abteilungsleitung, und wir stellten ein Team zusammen, das die Arbeit für die Abteilung mit Erfolg aufnahm.

Perspektiven, Highlights, Ziele, Menschen, Teams lautete der Untertitel auf der Titelseite des letztjährigen Handballsaisonheftes.

Und genau deshalb habe ich mich entschlossen, noch einmal zu helfen, nach einer Pause doch noch einmal offiziell ins Bessunger Handballgeschehen "einzugreifen".
Mein Herz hängt nun einmal seit 40 Jahren am Verein und insbesondere an den Menschen in dieser Handballabteilung.
Wir haben schon so viele gemeinsame fröhliche, schöne, harmlose, lustige, arbeitsintensive, sportlich erfolgreiche (und natürlich auch weniger erfolgreiche - bin aber nie abgestiegen, weder als Spieler noch als Trainer!) und so viele Stunden mit so interessanten Gesprächen verbracht, dass mir sehr viel daran liegt, dass die Abteilung weiterlebt!

Das allein ist schon Grund genug, noch einmal die Ärmel hochzukrempeln. Ich möchte mithelfen, dass es auch in den nächsten Jahren noch Perspektiven, Highlights, Ziele, Menschen und Teams in der Abteilung gibt.

Eine großartige Perspektive stellt weiterhin unsere Jugendarbeit dar. Und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein vehementer Verfechter von Jugendarbeit bin (im Sinne von: Jugendliche für den Handballsport zu begeistern und für die Handballabteilung zu gewinnen). Klingt vielleicht jetzt ein bisschen unbescheiden, aber die Jugendarbeit in unserer Abteilung ist ja auch so ein bisschen etwas wie "ein Kind" von mir, und ich freue mich riesig, dass es gelungen ist, weiterhin so viele Jugendliche für die Abteilung zu gewinnen und so erfolgreich zu arbeiten. Wenn auch die Arbeit mit ihnen nicht immer einfach ist, aber es lohnt sich, denn ohne die Jugend hat kein Verein, keine Gesellschaft eine Perspektive.

Da sage ich einfach mal an dieser Stelle ein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön allen, die dafür verantwortlich sind.

Aus den vorgenannten Gründen muss es weiterhin das erklärte Ziel der Abteilung sein, auf die Jugendlichen zu setzen, sie sportlich aufzubauen, sie zu integrieren, sie in das gesellschaftliche Leben, insbesondere in das eines Vereins einzuführen (z.B. Kerbarbeit, Thekendienst, Turniere, Kanufreizeit, Skifreizeit, Feste . . .). Die Jugendlichen selbst müssen bereit sein, sich führen zu lassen (ein bisschen wenigstens), bereit sein, gut gemeinte Ratschläge der älteren Generation zumindest anzuhören und sie müssen bereit sein, durch eine gehörige Portion Disziplin (ohne die läuft in einem Verein gar nichts - selbst die Bayern-Fußballprofis müssen pünktlich zum Training erscheinen) sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen und für die Mannschaft, für die Kameraden sich zu "zerreißen"!

Ich will es an dieser Stelle für heute mal gut sein lassen (liest ja eh keiner mehr weiter), erinnere jeden Einzelnen im Verein daran, dass er nicht nur zum "Nehmen" Mitglied der Handballabteilung in der TG Bessungen ist, sondern auch zum "Geben"!

Wenn das jeder ("ein bisschen wenigstens") beherzigt, bin ich sicher, dass es uns gelingen wird, noch viele gemeinsame sportliche und gesellschaftliche Stunden zu verbringen - denn:
Teamwork teilt die Aufgabe und verdoppelt den Erfolg.
Ein "bisschen" Ausdauer ist natürlich auch gefragt - denn: Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen!

In diesem Sinne - packen wir es an!

Wolfgang Feuerbach