Portraits und Ehrungen 2005

Harald Rose

Die Zeiten, in denen er am liebsten „kerzengrad in die Luft sch..“ könnte, sind vorbei.

Die Zeiten, in denen er jeden „zusammenstauchte“ (fast jeden), der den Ball nicht fing, das Tor nicht traf oder sonst eine Leistung brachte, die mit dem „Handballspiel nichts zu tun“ hatte („der hat noch nie Handball spielen können“), sind vorbei.

Die Zeiten, in denen er „Wasser zu Bier“ machte, sind vorbei.

Die Zeiten, in denen er die Kabel einer Bohrmaschine so anklemmte („ich kann  das“), dass sie sich anschließend falsch herumdrehte, sind vorbei (obwohl: „des waas mer net“).

Die Zeiten, in denen er „mit beiden Augen sehend“ oder auch wenn es sein musste „blind“ jeden anspielte, der auch nur halbwegs frei am Kreis oder sich sonst irgendwo in einer günstigen Position befand (und wehe, der hat den Ball nicht gefangen – siehe oben), sind vorbei.

Die Zeiten, in denen er selbst bis (mindestens) „kurz unter die Hallendecke“ sprang („haste den Schnee auf dem Ball gesehen“) und kraftvoll oder mit Gefühl, je nachdem, was notwendig war, Tore warf, sind vorbei.

Die Zeiten, in denen er den von ihm erfundenen „Scheffeltrick“ demonstrierte, sind vorbei (obwohl: den könnte er durchaus auch noch heute leisten).

Die Zeiten, in denen er usw., usw. – die Reihe der Beispiele ließe sich noch lange fortsetzen (ich bin sicher, dass Insider wie z. B. Charly, Wille, Richard, Walter, usw. jetzt ein gewisses Lächeln nicht verkneifen können, und sicher sofort noch an weitere „alte Schoten“ wie z. B. die Aufenthalte im „Gibeli“ in der Schweiz denken), aber es soll an dieser Stelle damit genügen, denn so ist nun einmal der Lauf der Welt, und keiner sieht dies nüchterner als der Harald selbst.

Aber da Harald ja 95 wird, sind die Zeiten, in denen er sich kritisch-konstruktiv mit den Belangen der Abteilung auseinandersetzt, oder die Zeiten in denen er, wie schon in den letzten 18 Jahren, die Jugendabteilung und die Jugendarbeit in vielerlei Hinsicht immer wieder hervorragend unterstützt, noch lange nicht vorbei.

Harald hat im Übrigen, was wahrscheinlich die wenigsten wissen, in seiner langen „Bessunger Laufbahn“, und die „läuft“ jetzt schon mehr als 37 Jahre (!), fast alle Ämter, die eine Abteilung besitzt, irgendwann einmal ausgeübt.

Er war sogar einmal Damentrainer – man glaubt es kaum. Die „Stories“ hierzu erzählt er aber am besten selbst.

Harald, sieh’ zu, dass du weiter mindestens noch ein „bisschen mitkicken“ kannst, und vielen Dank, Harald, für deine Unterstützung - Wolfgang!

Wolfgang Feuerbach